Xinhuanet Deutsch

Thomas Derksen: Wie unterschiedlich sind die Deutschen und Chinesen wirklich?

German.xinhuanet.com | 14-07-2017 08:56:47 | 新华网
BEIJING, 5. Juli 2017 (Xinhuanet) -- Ein Freund von mir hat einmal an einem China-Seminar teilgenommen, dass ihn darauf vorbereiten sollte, Geschäfte in China und mit Chinesen zu machen. Unter anderem wurde ihm dort mitgeteilt, dass man bei Treffen und Termin mit Chinesen unbedingt geschniegelt und gestriegelt sein muss, Anzug und Krawatte wären Pflicht. Nach diesem Seminar dachte er, dass er gut gewappnet sei für seine Chinageschäfte und machte sich auf den Weg für seine erste Geschäftsreise nach China. Vor seinem ersten Meeting mit einem potentiellen chinesischen Geschäftspartner war er etwas nervös und achtete penibel darauf, dass seine Krawatte ja gerade sitzt und mit der Farbe seines Hemdes harmoniert. Als er dann im Büro seinen chinesischen Geschäftspartner sah, kam er aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ihm gegenüber saß ein gutgelaunter, braungebrannter junger Mann in kurzen Hosen und Polohemd, der ihm im fließenden Englisch begrüßte und ihn scherzhaft fragte, ob ihm nicht heiß wäre in seinem Anzug. Ich persönlich sehe solche „China-Seminare“ kritisch, versuchen sie doch in wenigen Stunden ein komplexes Land zu erklären und den Teilnehmern beizubringen, wie man mit chinesischen Geschäftspartnern und Freunden umgeht. Dabei hört man immer wieder Sätze, die mit „Die Chinesen...“ oder „Die Deutschen...“ anfangen. Bei solchen Sätzen schalte ich direkt ab, denn es gibt nicht „den Chinesen“ oder „den Deutschen“. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Chinese mich komisch angeguckt hat, wenn ich seine Visitenkarte mit nur einer Hand entgegengenommen habe (In vielen Ratgebern wird vermittelt, dass es ein riesiger Fauxpas wäre, wenn man das täte). Auch ist es nicht ausschlaggebend für junge Chinesen, wer mehr Baijiu (chinesischer Schnaps) trinken kann. Mein Tipp für alle, die nach China kommen wollen, um hier Geschäfte zu machen, zu studieren oder Freundschaften zu schließen, ist ganz einfach: Seid einfach ihr selbst, respektiert den chinesischen Gegenüber und seid offen und empfangsbereit für Neues. Dann werdet ihr eure Aufenthalte in China ganz gewiss genießen. Achja, eine kleine Prise Humor hat auch noch nie geschadet. Mehr zum Thema: Thomas Derksen: Ich bin immer noch Deutscher Wenn man lange Zeit an einem Ort lebt, dann verändert das einen Menschen natürlich. In meinen Jahren in China habe ich so manch eine deutsche Eigenschaft abgelegt und mir chinesische Eigenschaften angewöhnt. mehr... Thomas Derksen: Das Allheilmittel Der Sommer in Shanghai ist heiß, sehr heiß. Von Juli bis September vergeht kaum ein Tag, an dem Thermometer nicht über die 40-Grad-Marke klettert. Bei solchen Temperaturen kann man nur mit Klimaanlagen überleben; und die laufen überall auf Hochtouren. Ganz besonders die U-Bahnbetreiber in Shanghai gehen sehr großzügig mit ihren Klimaanlagenressourcen um, da steigt man in die U-Bahn ein und muss plötzlich einen Temperatursturz von gefühlt über 20 Grad Celsius ertragen. mehr... Thomas Derksen: Essen ist der Himmel Manchmal finde ich mich in Tagträumen wieder, in denen ich von einem frisch aus dem Backofen kommenden Vollkornbrötchen belegt mit Käse, Schinken und Ei und einem Klecks Remoulade träume, das ich zusammen mit einem frisch gebrühten Kaffee zum Frühstück genüsslich verspeise. mehr... Thomas Derksen: Die lieben Verwandten Man kann sich ja bekanntlich Nachbarn und Verwandte nicht aussuchen. Das führt dazu, dass man immer mal wieder unweigerlich bei verschiedenen Gelegenheiten aufeinandertrifft. mehr... Thomas Derksen: Namen sind Schall und Rauch
 
Diese Zitat aus Goethes „Faust“ hat Weltruhm erreicht. Und doch muss man fragen: Sind Namen wirklich so unwichtig und vergänglich? Meiner Meinung nach nicht. mehr...  
010020071360000000000000011100001364195031
亿万先生